Aktualisiert: 12. Februar 2021
Autor: Cornelia Daniel, Lorenz Hartl & Florian Sattlberger
Aktualisiert: 12. Februar 2021
Die wichtigsten Fakten:
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Inhaltsverzeichnis
Ab 20 kWp wird die Förderung im Bieterverfahren vergeben – wer eine geringere Fördersumme angibt, wird zuerst bedient.
Stromspeicher werden in Kombination mit einer PV-Errichtung oder -Erweiterung mit 150 €/kWh gefördert. Mindestgröße 0,5 kWh/kWp, Maximalförderung bis 50 kWh Speichergröße.
Für größere Anlagen gibt es die Marktprämie, die die Wirtschaftlichkeit über 20 Jahre absichert. Termine 2026: 17. März, 11. Juni, 24. September, 10. Dezember – jeweils mit 175 MWp Kontingent, insgesamt 700 MWp. Sie ist der Hidden Champion unter den Förderungen und der aktuelle anzulegende Wert liegt bei 7,77 ct/kWh, beim letzten Call im April 2026 lag jedoch das höchste Angebot bei 6,8ct/kWh. Hier gibt es weitere Informationen zur Marktprämie und wie sie funktioniert. Sie ist vor allem für Immobilien mit wenig Eigenverbrauch aber großer Dachfläche geeignet.
Wichtig: Standard-PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern und klassischen Dächern werden in Wien seit 2025 nicht mehr eigens gefördert. Stattdessen greift hier der bundesweite EAG-Investitionszuschuss (siehe oben). Die Stadt Wien setzt ihren Fokus ab Mai 2026 auf Sonderanwendungen mit deutlich höheren Fördersätzen – die neue „Wiener Sonnenstrom-Offensive" startet am 1. Mai 2026.
Insgesamt werden bei allen Wiener Förderschienen maximal 30 % der förderfähigen Kosten finanziert.
Mindestgröße: 100 m² überdachte Fläche oder 15 kWp Leistung. Nur auf versiegelten oder wasserdurchlässigen Böden (Asphalt, Beton, verdichteter Sand, Rasengittersteine, Schotter); Grünflächen ausgenommen.
Maximale Fördersumme 100.000 € pro Anlage.
Gefördert werden sowohl vorgehängte als auch gebäudeintegrierte PV-Lösungen.
Auf öffentlichen, öffentlich zugänglichen oder gemeinschaftlich genutzten Dachflächen; Mindestgröße 20 m².
Einreichung: Alle Förderschienen werden Anfang Mai 2026 freigeschaltet. Informationen und Online-Antrag folgen auf der Homepage der Wiener Sonnenstrom-Offensive. Für Beratung und Antragsabwicklung: office@dachgold.at – Cornelia Daniel ist gelistete Wiener Fördergutschein-Beraterin.
Für klassische PV-Anlagen auf Wohngebäuden gibt es in Niederösterreich aktuell keine eigene Landesförderung – hier greift der bundesweite EAG-Investitionszuschuss.
Das Land NÖ fördert 2026 die Errichtung von PV-Anlagen als Überdachung öffentlich zugänglicher Parkplätze mit attraktiven Sätzen. Zielgruppe sind öffentliche Gebietskörperschaften, Unternehmen, Vereine und konfessionelle Einrichtungen – nicht gefördert werden Privatpersonen, Abstellplätze bei Wohnbauten und Mitarbeiterparkplätze.
Weitere Details und Antragsformular auf der offizi
Firmen erhalten mit der erhöhten Investitionsprämie bis zu 22 % steuerlichen Vorteil für PV und Speicher, maximal 220.000 € pro Unternehmen bei höchstens 1 Mio. € Investitionssumme. Gilt für Anlagen, die bis Ende 2026 beauftragt und errichtet werden.
Bei weiteren Fragen zögern Sie bitte nicht, Cornelia Daniel, eine der führenden Solarexpertinnen und Förderexpertin dieses Landes, unter cornelia.daniel@dachgold.at zu kontaktieren.
In der österreichischen Förderlandschaft kommen bei der Photovoltaik sowohl Investitionsförderungen als auch Einspeisetarife zum Einsatz. In welchen Höhen diese zum Tragen kommen, richtet sich nach dem jeweiligen Projektvorhaben (Größe der Anlage etc.). Außerdem gibt es weitere Förderungen in manchen Bundesländern. Generell sprechen sich Expertinnen und Experten für einen Abbau der Bürokratie, einheitliche Behördengänge, eine Reduzierung von konventionellen Fördergeldern und der Forcierung von Gemeinschaftsanlagen (v.a. im städtischen Bereich) aus, um den Ausbau der Photovoltaik voranzutreiben.
Natürlich gibt es auch andere Beispiele, wie sich die Förderung von Photovoltaik in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Grundsätzlich ist dabei zwischen einem preisorientierten Fördersystem der Marktprämien und andererseits dem mengenorientierten Ausschreibungsmodell zu unterscheiden.
Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass man auf den bestehenden Marktpreis Zuschläge bezahlt. Auch diese setzt man über einen gewissen Zeitraum oder eine gewisse Strommenge fest, um dem Inhaber Sicherheiten bezüglich seiner Photovoltaik Förderung zu bieten. Ein wesentlicher Unterschied zu bestehenden, ähnlichen Modellen: Es liegt am Stromerzeuger selbst, seinen Strom zu vermarkten. Dadurch erhöht man die Marktintegration. Innerhalb dieses Modells gibt es drei mögliche Ausgestaltungen:
Die Idee des mengenorientierten Ausschreibungsmodells geht nicht auf die klassischen Modelle der bisher präsentierten Fördersysteme (Einspeisevergütungen und Marktprämien) zurück. Der Bund bspw. schreibt eine bestimmte Strommenge aus, die eine Anlage produzieren soll. Danach liegt es an den Marktteilnehmern, Angebote zu machen, zu welchen Konditionen sie den Strom verkaufen. Die besten, sprich günstigsten Anträge bekommen die Zuschläge und werden mit der Errichtung der Anlage beauftragt. Dieses Modell soll für mehr Kosteneffizienz und Markttransparenz sorgen. Außerdem gibt es Kontrollmechanismen, um sicherzugehen, dass den Verpflichtungen des Baus nachgekommen wird und nicht nur die verfügbaren finanziellen Mittel auf Reserve gehalten werden. Als Beispiel wäre in diesem Zusammenhang wieder Deutschland anzuführen.
Die Subventionen für Fossile betrugen laut der Internationalen Energie Agency im Jahr 2017 340, im Jahr 2018 auf 400 Mrd. US$. Eine erweiterte Analyse bieten hier Berechnungen des IWF. Den größeren Teil nehmen in Volkswirtschaften demnach die „nachgelagerten“ Subventionen ein, sprich Kosten, die mit der Verwendung einhergehen. Diese bezifferte der IWF im Jahr 2013 auf 4900, 2015 gar mit 5300 Mrd. US$. Auf der anderen Seite zeichnet sich ein positiveres Bild: so investierte man im Jahr 2017 weltweit über 300 Mrd.US$ in Solar-, Wind- und Wasserkraftwerke. Das entspricht mehr als der doppelten Geldmenge als die in fossile und nukleare Kraftwerke zusammen. Übrigens: den größten Anteil an Investitionen nahm 2017 die Solarenergie mit 161 Mrd. US$ ein. Um noch mit einem optimistischen Ausblick zu schließen: gerade entwickelt sich eine Umweltbewegung, wie es sie in diesem Ausmaß noch nie gegeben hat, logische Gründe für ein generelles Umdenken zeichnen sich immer stärker ab.

Eine Photovoltaikanlage für den BalkonDiese Website benutzt Cookies. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
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