Wer oder was ist die OeMAG?

Durch die 2006 eingerichtete staatliche Abwicklungsstelle für Ökostrom (OeMAG) wird die Gesetzeskonformität der Anträge für neue Ökostromanlagen geprüft und kontrolliert. Grundsätzlich gilt es weiter festzustellen, ob ausreichend Förderkontingent für neue Anträge verfügbar sind. Als Fördermittel wird hauptsächlich die Ökostrom-Tarifförderung vergeben, welche im bundesweit gültigen Ökostromgesetz geregelt ist. Bei der Photovoltaik gilt diese Förderung für alle Anlagen, die größer als 5 kWp sind. Die Auszahlung des Fördertarifs erfolgt nur bei eingespeistem Strom. Bei produziertem Strom, den man selbst verbraucht, erfolgt keine Auszahlung.

Nach der Einspeisung des geförderten Stroms ins Netz verkauft man diesen über die OeMAG zum Marktpreis anteilig an die Stromhändler. Wie viel Ökostrom ein Stromhändler letztendlich zugewiesen bekommt, hängt davon ab, wie viel Strom er an seine Endverbraucher liefert, also wie groß sein Marktanteil ist. Die wesentliche Finanzierung der OeMAG-Förderung erfolgt seit Juli 2012 einerseits durch die Endverbraucher, die die Ökostrompauschale und den Ökostromförderbeitrag zahlen müssen und andererseits durch die Stromhändler, die die Kosten für Strom- und Herkunftsnachweise an die OeMAG abführen müssen.

Wann muss man die OeMAG Förderung beantragen?

Es gibt zwei offizielle Termine für die Ausschüttung der Gelder. Im Jahr 2020 sind das der 9. Jänner und der 11. März. Bis dahin müssen die Projekte fertig genehmigt und projektiert sein. Für die Anmeldung zur Förderung, melden Sie sich gerne bei uns unter office@dachgold.at

Kann man eine OeMAG Förderung mit einer Landesförderung verbinden?

Nein, etwaige andere Förderungen werden von der OeMAG Förderung abgezogen. Wenn Sie mehr über Ausnahmeregeln wissen wollen, kontaktieren Sie uns oder bitte die OeMAG direkt. Genaueres über Förderungen erfahren Sie hier.

Welchen Strompreis kann man mit einer PV-Anlage ersetzen?

Mit einer Photovoltaikanlage kann man den variablen Strompreis ersetzen. Dabei handelt es sich um jenen Strompreis, der in einem Haushalt, einem Gewerbe oder einer Industrie anfällt.

Was ist die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage?

Grundsätzlich geht man bei Photovoltaikanlagen von einer Lebensdauer zwischen 20 bis 30 Jahren aus. Diesbezüglich spielt bei der Abnutzung vorwiegend die Witterung (Regen, Schnee etc.) eine Rolle. Außerdem produzieren Photovoltaikanlagen nach 1,5 bis 6 Jahren (je nach Art des Solarmoduls) die für die Herstellung benötigte Energie (siehe Amortisation). Das bedeutet, dass eine Solaranlage mehrfach jene Energie produziert, die man für die Herstellung benötigt.

Was passiert, wenn die PV-Anlage ausgedient bzw. Schäden hat?

Gleichzeitig mit der Geburtsstunde der Photovoltaik enstand auch der Abfallverband “PV-Cycle”.

Prinzipiell existieren zwei Möglichkeiten:

  1.  Bei kleineren Schäden beseitigt man diese und macht die Solarmodule wieder “fit”
  2.  Man recycelt die Solarmodule, wobei man heute bereits über 80 % der verwendeten Stoffe wiederverwendet bzw. verwertet. Außerdem übersteigt der Wert der verwendeten Stoffe (Aluminium, Glas) die Kosten für den Abbau von neuen Anlagen.

Welchen Nutzen erfüllen Wechselrichter bei PV-Anlagen?

Eine Photovoltaikanlage erzeugt Gleichstrom. Das bedeutet, dass der Strom (Elektronen, Protonen, Ionen) konstant in eine Richtung fließen (vom (+) Pol zum (-) Pol . Ändert sich die Bewegungsrichtung hingegen periodisch, spricht man von Wechselstrom. Ein Wechselrichter wandelt den produzierten Gleichstrom in Wechselstrom um, um ihn im Alltag nutzen zu können. Man kann in diesem Zusammenhang von der Schnittstelle zwischen der Photovoltaikanlage und dem Netz sprechen. Der Wechselrichter ist für die ideale parametrische Ausrichtung beider Komponenten zuständig und steuert bzw. beeinflusst diese.

Wie funktioniert eine PV-Inselanlage?

Eine Inselanlage erzeugt in derselben Weise Strom über Solarmodule, wie PV-Anlagen, die ans Netz angeschlossen sind.

Der Unterschied: Inselanlagen verbrauchen den Strom entweder sofort oder speichern ihn in sogenannten Akkumulatoren. An diese ist ein Laderegler angeschlossen, um Überladungen zu vermeiden. Inselanlagen verwendet man, wenn die Möglichkeit des Anschlusses ans öffentliche Stromnetz nicht gegeben ist. Weitere Beispiele hierfür wären Ferienunterkünfte, die man nur in bestimmten Saisonen nutzt oder Berghütten. Inselanlagen in Gebieten mit guter Netzversorgung sind meistens nicht wirtschaftlich, langsam kommen jedoch Systeme auf den Markt, die zumindest kleine Bereiche im Haus im Notfall versorgen können.

Was muss man bei PV-Anlagen in Zusammenhang mit Brandschutz beachten?

Zu Beginn ist vorauszuschicken, dass durch Photovoltaikanlagen ausgelöste Brände sehr selten vorkommen (<0,01 %). Da passiert es weitaus öfter, dass Feuer durch Bügeleisen oder Kerzen entstehen. Ein Gefahrenherd besteht darin, dass Photovoltaikanlagen mit Gleichstrom funktionieren und man sie somit nicht einfach abstellen kann. Deshalb muss man PV-Anlagen in Österreich nach der R11 Richtlinie bauen, welche den “Schutz der Einsatzkräfte” regelt.  Bei großen Anlagen schult man die umliegenden Feuerwehren direkt und definiert die Mindestabstände, wie bei jeder elektrischen Anlage. Am anfälligsten sind die sogenannten DC-Stecker, die den produzierten Strom transportieren. Außerdem können Fehler bei der Installation der Anlage passieren, daher ist es wichtig, diese von gut geschulten und verlässlichen InstallateurInnen durchführen zu lassen.

Unseren ausführlichen Artikel dazu finden Sie hier.

Welche Eigenverbrauchsquote ist bei PV-Anlagen privat möglich?

Im Haushaltsbereich hängt der Grad der Eigennutzung vor allem davon ab welche Verbraucher es im Sommer gibt. Sonderfälle sind große Sommerverbraucher, wie eine Klimaanlage oder eine Schwimmbadpumpe. Bei diesen können die Werte bei einer gut dimensionierten Anlage auch Richtung 80 % Eigenverbrauch gehen. Klassische Haushaltsanlagen ohne Sommerverbraucher liegen jedoch eher bei 20 %, da untertags zu wenige Verbraucher laufen. Allerdings lohnt es sich in solchen Fällen, die PV-Anlage noch größer zu dimensionieren und über einen Einspeisetarif die überschüssige Energie über den Gestehungskosten zu bekommen. Bei Unternehmen können sich beispielsweise Werte von 20 bis 100 % ergeben. Für eine Berechnung melden Sie sich beim Quick-Check an.