Was bedeutet Solar Singularity?

Singularität wird in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen verwendet. In diesem Fall wird der Fokus auf die Definition aus der Systemtheorie gerichtet. Dabei spricht man von Singularität, wenn eine kleine Ursache eine große Wirkung entfaltet. Von Solar Singularity (Solare Singularität) spricht man, wenn die Stromerzeugung aus Photovoltaik in Kombination mit Stromspeichern so günstig ist, dass diese zur Standardstromquelle wird. Einige KennerInnen der Branche sehen diesen Punkt für das Jahr 2020.

Wie funktionieren Photovoltaikanlagen?

Photovoltaikanlagen bestehen hauptsächlich aus Silizium. Zudem gibt es eine obere Schicht aus Phosphor (5 Außenelektronen) und eine untere Schicht aus Bor (3 Außenelektronen). Durch die ungerade Anzahl an Elektronen entsteht in der Mitte eine Grenzschicht aus Bor, oben bildet sich ein Pluspol, unten ein Minuspol. Ganz außen wird jeweils ein leitendes Metall montiert, welche durch ein Kabel verbunden sind. Treffen nun die Photonen der Sonne darauf, treibt dies die Elektronen an, die immer von unten nach oben fließen. Somit entsteht ein Zyklus und damit elektrischer Strom. Einstein bekam übrigens für die Entdeckung dieses Effekts den Nobelpreis, nicht für die Relativitätstheorie.

Wie viel Energie liefert die Sonne?

Der Weltenergieverbrauch wird im Jahr 2020 auf etwa 600 Exajoule geschätzt. Die Sonne liefert pro Jahr ungefähr das 10.000 fache davon.

Was sind die Vorteile von Photovoltaik gegenüber fossilen Energieträgern?

Fossile Energieträger erschöpfen sich im Laufe der Zeit. Heute zehren wir von Ressourcen, die sich über die Jahrmillionen gebildet haben. Die Sonne steht als unerschöpflicher Energielieferant zur Verfügung, außerdem werden bei der Erzeugung von Sonnenstrom keine CO2 Emissionen ausgestoßen, wie dies bei Kohle, Gas oder Erdöl der Fall ist. Zudem ist hauseigener Sonnenstrom heute oftmals günstiger ist als der Strom vom Netz.

Was sind die Vorteile von Photovoltaikanlagen?

Photovoltaikanlagen sind heute schon sehr kostengünstig. Sie tragen dazu bei die Stromkosten privat oder in Unternehmen zu senken. Außerdem handelt es sich um eine erneuerbare Energieform, was schlussendlich zu sinkenden CO2-Emissionen führt. Somit kann jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Des Weiteren erreicht man eine gewisse Unabhängigkeit vom Strommarkt, da man den Strom großteils dort verbraucht, wo man ihn erzeugt. Somit ist man auch gegen zukünftige, steigende Strompreise besser abgesichert. Durch die normalerweise sehr geringen Wartungsarbeiten fallen auch in diesem Zusammenhang die Kosten nicht stark ins Gewicht. Es handelt sich zudem um eine lautlose Energiequelle, die keine Emissionen ausstößt. Auch die Energie, die für die Herstellung verwendet wird, produziert eine Photovoltaikanlage nach wenigen Jahren wieder (siehe energetische Amortisationszeiten). Ein nächster wichtiger Schritt wäre der Ausbau und die Förderung von Stromspeichern, um überschüssige Energie speichern zu können. Diese könnte ansonsten auch ins Netz eingespeist werden.

Wie viele Kilowattstunden (kWh) produzieren 1 kWp?

In Österreich liegt der Durchschnittswert pro Jahr bei 1000 kWh/kWp. Je nach Aufständerung und Standort können es 900 - 1100 kWh pro Jahr sein.

Was ist der Unterschied zwischen kWp und kWh?

Ein kWp (Kilowatt peak) bezeichnet die Nennleistung eines Moduls. Wie viel Energie aus dem Modul herauskommt hängt davon ab, wie viele Stunden die Sonne darauf scheint. In Österreich produziert ein Feld von 1 kWp ca. 1000 kWh (Kilowattstunden) sauberen Strom.

Was ist der Unterschied zwischen kW und kWp?

kW steht für Kilowatt und beschreibt die Leistung eines Gerätes. Es definiert, wie viel Energie (Einheit: 1000 Joule) in einem bestimmten Moment verbraucht oder erzeugt wird.

kWp ist der Begriff für die Nennleistung einer Photovoltaikanlage und steht für Kilowatt peak. Diese Nennleistung hat aber nichts mit der Spitzenleistung zu tun, auch wenn der Begriff dies vermuten lässt. Es handelt sich um eine Leistung unter sogenannten “Standardtestbedingungen”:

  • 25 Grad Umgebungstemperatur
  • 1000 Watt Einstrahlung
  • 90 Grad Einstrahlungswinkel

Das bedeutet auch, dass unter “besseren” Bedingungen, wenn es zum Beispiel kälter ist und die Sonne mehr als 1000 Watt stark strahlt, bspw. auch im März mehr als die Nennleistung produziert werden kann. Wichtig: die entscheidende Kennzahl, ob eine Anlage gut läuft sind nicht die kWp, sondern die daraus produzierten Kilowattstunden über ein Jahr gesehen und hier ist es wichtig wenig Verschattung und viele Sonnenstunden am Dach zu haben.

Warum sollte ich mir eine Photovoltaikanlage anschaffen?

Photovoltaik bietet als einzige stromerzeugende Technologie die Möglichkeit, ein eigenes Kraftwerk zu Hause oder im Unternehmen zu betreiben. Damit erreicht man eine Preisgarantie von 25 bis 35 Jahren sowie eine Teil-Unabhängigkeit vom konventionellen Energieversorger. Außerdem gehört Photovoltaik heute zu den günstigsten Energieformen. Somit lassen sich leerstehende Dachflächen effizient nützen. Nach teilweise zwei Jahren produzieren Photovoltaikanlagen klimaneutralen Strom.

Welches Dach eignet sich am besten für Photovoltaik?

Jedes Dach, welches nach Süden, Osten oder Westen ausgerichtet ist. Auch Flachdächer eignen sich hervorragend. Wenn man vor der Wahl steht, welche Dacheindeckung man für eine künftige PV-Anlage wählen soll, sind Blechfalzdächer mit leichter Neigung nach Süden oder Flachdächer, bei denen alle Aufbauten im Norden platziert sind am besten geeignet. Aber auch Ost-West Dächer mit leichter Neigung bringen sehr gute Erträge und hohen Eigenverbrauch.